Lions Quest
Seit dem Schuljahr 2014-15 ist das Lions-Quest-Programm „Erwachsen werden - Erwachsen handeln“ ein fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Städtischen Wilhelm-Röntgen-Realschule. Ziel ist es, die sozialen Kompetenzen, das Selbstbewusstsein sowie die Verantwortungsbereitschaft unserer Schüler*innen nachhaltig zu stärken und sie auf ein verantwortungsvolles Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorzubereiten.
Ziele von Lions-Quest „Erwachsen werden“
Das Lions-Quest-Programm legt den Schwerpunkt auf:
- Stärkung der Persönlichkeit
- soziales Lernen und Teamfähigkeit
- Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
- Demokratiebildung und Wertevermittlung
- Prävention (z. B. Sucht, Gewalt, Ausgrenzung)
In handlungsorientierten Unterrichtseinheiten, Rollenspielen, Gruppenarbeiten und Diskussionen lernen die Jugendlichen, sich selbst und andere besser wahrzunehmen, sich respektvoll auszutauschen und aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Organisatorische Umsetzung an unserer Schule
1. Jahrgangsstufen und Unterrichtsorganisation
- In der 5. und 6. Jahrgangsstufe findet Lions-Quest regelmäßig im Rahmen der Klassenleiterstunde (Klara) statt. Darüber hinaus ist Lions-Quest fester Bestandteil der Kompetenzwerkstatt (KW), die pro Woche 2-stündig unterrichtet wird.
- In der 7. bis 8. Jahrgangsstufe werden thematisch passende Inhalte aus „Erwachsen handeln“ im Kompetenzwerkstattunterricht und im Ethik-/ Religionsunterricht aufgegriffen.
- Projektorientierte Module (z. B. „Demokratie erleben“, „Menschenrechte“) werden auch fächerübergreifend durchgeführt.
2. Verantwortliche und Qualifizierung
- Die Umsetzung erfolgt durch speziell fortgebildete Lehrkräfte, die an Lions-Quest-Seminaren teilgenommen haben.
- Die Schule legt großen Wert darauf, dass Klassleitungen und Sozialpädagog*innen in die Durchführung eingebunden sind.
- Die Koordination liegt bei Frau Pasel in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung.
3. Dokumentation und Evaluation
- Die durchgeführten Module werden in Webuntis dokumentiert.
- Die Schüler*innen erhalten eine Zeugnisbemerkung im Jahreszeugnis.
- Nach der 8.Klasse erhalten die Schüler*innen eine Bestätigung über die Teilnahme von vier Jahren Lions-Quest-Programm.
Einbindung ins Schulprofil
Lions-Quest ist ein Bestandteil unseres pädagogischen Leitbilds, das auf Wertschätzung, Verantwortung und Beteiligung basiert. In Verbindung mit anderen Programmen (z. B. Tutorenarbeit, Streitschlichter, SMV-Projekte) fördert Lions-Quest die ganzheitliche Entwicklung unserer Schüler*innen und stärkt nachhaltig das soziale Miteinander an der Wilhelm-Röntgen-Realschule.

Tutor*innen
Wir als Tutor*innen helfen den neuen fünften Klassen, sich an unserer Schule einzugewöhnen und sich zurechtzufinden. Dazu begleiten wir die Schüler*innen in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien und zeigen ihnen, was im Mittagsband und in der Mensa beachtet werden muss. Wir veranstalten eine Schulhausralley, bei der man lernt, sich im Schulgebäude besser orientieren zu können und veranstalten einen Spielenachmittag zum besseren Kennenlernen und zur Stärkung der Klassengemeinschaft.
Im Laufe des Jahres begleiten wir die fünften Klassen beim Tierparkprojekt, fahren mit in das Schullandheim und organisieren eine Faschings- und/oder Halloweenparty. Des Weiteren unterstützen wir hin und wieder die Lehrer*innen an Projekttagen oder führen die Besucher*innen am Tag der offenen Tür durch unser Schulhaus.
Aber auch im Schulalltag sind wir für die Jüngeren in unserer Schulfamilie da und helfen bei Problemen jeglicher Art oder verbringen die Pausen miteinander.
Mediator*innen
An der WRR arbeiten zu Mediator*innen ausgebildete und zertifizierte Schüler*innen vorwiegend der 8. und 9. Jahrgangsstufe als sogenannte „Streitschlichter“. Die Mediation ist ein Verfahren der konstruktiven Konfliktbearbeitung. Mediator*innen stellen durch ihre eigene innere Haltung, Kommunikations- und Interventionstechniken eine Brücke zwischen den Konfliktbeteiligten her und unterstützen sie dadurch, ihre Konflikte selbstverantwortlich, freiwillig und gewaltfrei zu lösen.
Die Mediator*innen der WRR arbeiten dabei freiwillig und meist in ihrer „Freizeit“, also in Pausen oder im Mittagsband. Schüler*innen, die Streit haben, können die Mediator*innen einfach selbst ansprechen oder über Lehrkräfte Mediationsgesprächstermine vereinbaren. Ein Mediationsteam trifft sich mit den Konfliktparteien und führt ein Lösungsgespräch mit dem Ziel, dass die Streitparteien selbst Kompromisse finden, mit denen beide zufrieden sind.
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steht für das gemeinsame Engagement gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Eine Schule erhält es, wenn sich mindestens 70 Prozent der Menschen an der Schule freiwillig dazu verpflichten, bei Ausgrenzung nicht wegzusehen und sich regelmäßig mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Das Siegel ist kein Preis für eine bereits diskriminierungsfreie Schule, sondern ein Auftrag, sich dauerhaft für ein respektvolles und faires Miteinander einzusetzen.
